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Abstract
Wolfgang Sonntagbauer An den dorischen Haupttempeln des Mutterlandes im 5.Jh., dem olympischen Zeustempel und dem Parthenon, soll gezeigt werden, daß sich das am Beginn des 5.Jh.s. aufkommende Einheitsjoch und eine einfache Stylobatproportion nicht, wie allgemein angenommen wird, widersprechen, sondern gerade die Verbindung dieser schwer zu verbindenden Architekturteile ein wesentlicher Bestandteil des dorischen Kanon ist und nicht zuletzt den besonderen Reiz dieser Architektur ausmacht. Es kann nachgewiesen werden, daß nicht nur der Stylobat des Parthenon im Verhältnis 4 : 9 geplant war, sondern auch der Stylobat des Zeustempels im einfachen Verhältnis 3 : 7 entworfen wurde. Entscheidend für die Planung dürfte die Festlegung des Verhältnisses zwischen Normaljoch und Abstand E (Eckjoch + Achsabstand der Ecksäule) gewesen sein, woraus sich alle weiteren Schritte für die Konzeption des Grundrisses ergeben. Zuletzt wird darauf hingewiesen, daß dieses erstaunliche und bis ins Detail durchdachte proportionale Gefüge auf dem Hintergrund des Gegensatz-Denkens der Zeit zu sehen ist. Article in volume 78, 2003, pages 35-42 Buy and download the article as PDF file
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